Welche Businessideen fürs StartUpWeekend?

Für alle, die es noch nicht wissen, im September wird es in Hamburg ein StartUpWeekend geben, bei dem 100-150 Teilnehmer an einem WE eine Firma von der Idee bis zur Realisierung bringen möchten. Super Idee und ich werde wohl dabei sein dürfen.

Habe in den letzten Tagen auch drüber nachgedacht, was für Ideen dort vorgestellt werden. Wer mich kennt, weiß ja, dass ich doch regelmäßig die eine oder andere Idee produziere. Aber, soll ich die auch auf dem StartUpWeekend vorstellen? Auf der einen Seite bekomme ich als Teilnehmer (auch wenn die Idee der Hammer ist) nur einen kleinen Teil an der Firma (ca. 1%). Auf der anderen Seite kann auch jeder der Teilnehmer diese Idee dann nach dem WE selbst realisieren. (Wenn die Presse da ist, vielleicht auch noch unzählige weitere…)

Also vielleicht dann besser nicht die eigenen Top-Ideen vorstellen? Das wäre ja eigentlich schade und würde nicht im Sinne der Weekend-Idee sein. Kleines Dilemma, oder?

Heute schrieb auch Robert Basic zu diesem Thema. Er vermutet, dass es wohl vor allem „second class“-Ideen geben wird, weil keiner seine Top-Ideen verraten will.

Wenn ich darüber nachdenke, wird das ja wahrscheinlich nur auf die Teilnehmer zutreffen, die mit dem Gedanken spielen, ihre Top-Ideen auch wirklich selbst zu verwirklichen. Zum Glück haben aber (wenn ich mir die Teilnehmerliste anschauen) nicht alle Teilnehmer diesen Plan. Da sind auch viele Angestellte etc. dabei.

Daher werden echte „First Class“-Ideen dann ja vielleicht von denen kommen, die selbst gar nicht vor haben, ihre Idee jenseits des StartUpWeekends zu realisieren (z.B. weil sie schon eine anderen Company führen oder vielleicht sogar angestellt und glücklich damit sind (sowas solls ja noch geben!). Wir haben also doch eine Chance auf echte Top-Ideen, solange nicht nur angehende Vollzeit-StartUper dabei sein werden.

Vielleicht finden sich außerdem ja auch Top-Ideen, die man eh gar nicht alleine/im kleinen Team realisieren kann und die nur im Rahmen von so einer „Massengründung“ (inkl. der zu erwartenden Presse-Resonanz) realistisch sind. Ich habe zwar noch keine konkrete Idee, denke aber verstärkt in diese Richtung.

Oder es gibt verschiedene gemeinnützige „Ideen“, die die meisten potentiellen Gründer selbst nicht machen würden, weil sie lieber etwas gründen, das sich auch mittelfristig monetär ausszahlt. Diese Richtung fände ich auch sehr spannend….

Der „Non-Profit-Gedanke“ ist eh reizvoller, da man bei 100-150 Mitgründern + ggf. Kapitalgebern erst einmal wohl nicht mit großen Gewinnen rechnen darf. Außerdem könnte es dann schnell zum Streit kommen, sobald der Kuchen groß ist und verteilt werden soll. Da wäre es doch schöner, wenn man wüßte, dass man an etwas mitarbeitet und beteiligt ist, das anderen Hilft, die Umwelt säubert/beschützt oder sonst etwas gutes tut.

Wir dürfen gespannt sein. 🙂

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4 Antworten to “Welche Businessideen fürs StartUpWeekend?”

  1. Bernhard Lücke Says:

    Abgesehen davon, daß es von der Sichtweise abhängt, was eine first- und was eine second-class Idee ist, glaube ich, daß wir bei 20 Pitches mindestens einen Top-Shot sehen werden. Spektakulär ist für mich – bin auch Teilnehmer – daß 200 Leute im Pool sitzen, das ist eine kritische Masse, die sofort Potential entwickeln kann. Schaffen wir es, sofort vernünftige organisatorische Strukturen zu etablieren und stimmt die Chemie zwischen den „Mit-Machern“, dann sind wir bei Guy Kawasakis „jump to the next edge“.

    Wir werden sehen.

  2. schlauschnacker Says:

    Guter Punkt! Stimmt eigentlich, vielleicht werden durch die Crowd ja wirklich aus persönlichen „second-class“ Ideen die YouTubes von morgen. 🙂

    Ich glaube auch, dass die Struktur das entscheidene Element sein wird. Naja, und selbst wenn als Ergebnis vom 1. SUW herauskommt, wie man es beim nächsten Mal besser machen kann (von der Orga auf dem Event) und dann erst beim 2. oder 3. eine erfolgreiches Produkt zustande kommt, dann hat es sich ja schon gelohnt….

  3. Horst-Peter Traub Says:

    Ideen die man für sich behält werden seltenst auch umgesetzt. Und wie wir auf dem Vorbereitungsabend in Hamburg erleben durften, wird auch manchmal eine zunächst eher bescheidene oder vage Idee – wenn sie durch mehrere Köpfe gegangen ist – plötzlich richtig spannend. Wie Cem so treffend sage: Die erste Idee macht nur 2% vom Ganzen aus.

    Aus meiner Sicht ist die Frage, ob wir eine große Idee mit einem kleinen Aufwand dahinter finden. Man muss ja zumindest den Hauch einer Chance haben davon einen Prototypen in 48 Stunden umzusetzen. Eine „Non-Profi“-Idee hatten wir übrigens auch dabei. Ich will aber noch nichts verraten. Vielleicht traut sich der Ideenausbrüter am Samstag in den Ring.

    Ich selbst werde am Samstag meine Idee nicht pitchen, weil sie nicht für den Rahmen geeignet ist. Aber am Abend habe ich das Forum für ein Meinungsbild genutzt. Die Idee habe ich unter „Die ungepitchte Idee“ bei mir geblogt. Könnte eine große Idee sein, trotzdem spreche ich darüber, weil ich zu denen gehöre die nicht selbständig sind und wissen, dass sie es alleine eh nicht schaffen. Wenn es jemand anderes umsetzt, freue ich mich auch drüber. Vielleicht kann ich Ehrenkunde mit Flatrate werden :-).

  4. schlauschnacker Says:

    Hallo Horst-Peter,

    hab mir gerade Deine Idee durchgelesen. Das ist definitiv ein Modell, was kommen wird. Ich vermute allerdings auch, dass die „Großen“ (Telekom etc.) da auch schon dran sitzen.

    Denn alleine die Funktion „Potentielle Traumpartner in meiner Nähe kontaktieren“ wird da sicherlich zur Gelddruckmaschine. Denn, wenn „angeheiterte Herren“ Abends unterwegs und „einsam“ sind, dann ist sicherlich ihre Zahlungsbeitschaft für ein Traumfrau-Profil, die man sofort treffen kann, sehr hoch.

    Aber ich habe ein ähnliches Problem wie Du bei der Ideenfindung fürs WE. Die meisten Ideen sind nicht in so kurzer Zeit umzusetzten. Und ich finde da liegt gerade der Reiz an dem WE, dass auch wirklich am Sonntag abend (oder spätestens eine Woche später) wirklich etwas „fertiges“ da ist.

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